| Wien-Donaustadt: Erstes rauchfreies Wiener Einkaufszentrum? |
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| Geschrieben von: Dietmar Erlacher |
| Mittwoch, den 16. Dezember 2009 um 16:15 Uhr |
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Wien (pts/16.12.2009/16:15) - Donauzentrum: Großdemonstration von Initiative Rauchfreie Gaststätten und Krebspatienten für Krebspatienten ausgesetzt. Gestern, Dienstag, um 21 Uhr war es so weit: Nach einer Pattstellung hieß es bei der zweiten Abstimmung 8:4. Damit hat "Rauchersheriff" Dietmar Erlacher, Wiener Landesobmann der Selbsthilfegruppen "Krebspatienten für Krebspatienten" und Leiter der "Initiative Rauchfreie Gaststätten", die Großdemonstration am kommenden Adventsamstag - mit Blockade der Eingänge zum Wiener Donauzentrum - ausgesetzt. Der Aufwand für eine neuerliche Verschiebung der Demonstration in der Vorweihnachtszeit war für die Aktivisten zu groß. Der Entscheidung gingen lange Gespräche in den letzten Tagen voraus. Centerleiter Stoll mit Bezirksrat und Wirtschaftsvertreter Stummer einerseits, sowie Erlacher mit Rechtsanwalt Huber anderseits, brauchten lange, um gemeinsame Nenner für erste Maßnahmen zur Einhaltung des Nichtraucherschutzes festzulegen. "Ich setze mich jetzt dafür ein, dass Gastronomiebetriebe nicht mehr gegen das Tabakgesetz verstoßen und damit alle anderen Mieter in wirtschaftliche Probleme stürzen. Auch ich bin Nichtraucher und über die Gefährlichkeit des Tabakrauches, aktiv und passiv, informiert", so Stoll. "Wirtschaft ist wichtig, aber Gesundheit geht vor. Es scheint, dass das Donauzentrum - als größtes Wiener Einkaufszentrum - die zweite 'Goldene Orange' von uns überreicht bekommt. Dies geschieht, wenn das Center mit Cineplex rauchfrei ist. Österreichs zweitgrößtes Einkaufszentrum Graz/Seiersberg erhielt diese Auszeichnung im Rahmen der Pressekonferenz in Graz, wo die Selbsthilfegruppe Krebspatienten Hunderte Anzeigen der Behörde übergab", so Erlacher. Stummer, Bezirksrat und stv. für den Bezirksvorsteher, sowie Wirtschaftsvertreter im Donaucentrum/Cineplex, war verständnisvoll und froh über erste Maßnahmen; er erinnerte an den früheren Tabakrauchtod des sehr beliebten Bezirksvorstehers Elfenberg. Rechtsanwalt Huber: Notwendigenfalls ist eine Unterlassungsklage einzureichen bzw. der Mietvertrag aufzukündigen. Centerleiter Stoll bedankte sich bei den chronisch Kranken und ihren Sympathisanten für den österreichweiten Einsatz zum Nichtraucherschutz und die jetzige Mitarbeit. "Das Gesetz ist zu unübersichtlich, mit zu vielen Schlupflöchern, es sollte sofort geändert werden. Danach soll es keinen unlauteren Wettbewerb mehr geben", so Stoll weiter. Erlacher, selbst Wirtschaftskämmerer: "Somit rufen wir BM. Stöger auf, schnellstens für generell rauchfreie Gaststätten zu sorgen. Unsere Erhebungen durch Tausende Anzeigen seit 1.3.09 sind eindeutig und auch aktuell unverändert: 80 bis 90 % aller Lokale bieten keinen Nichtraucherschutz. Somit ein Ende von 14.000 Rauchertoten und 1.500 Passivrauchtoten, Tausenden mit Schlaganfall, Herzinfarkt, Asthma, Diabetes, wo Tabakrauch die Schuld hat, jedes Jahr! Über die heute beginnenden ersten Umsetzungen zum Nichtraucherschutz wurde Stillschweigen vereinbart. Die couragierten Frauen und Männer der "Initiative Rauchfreie Gaststätten" werden dabei nicht nur mitarbeiten, sondern im Auftrag des Donauzentrums mit der Security auf deren Einhaltung achten. Sollte Stillstand in der Umsetzung eintreten, werden wir sofort wieder anzeigen: Erstmalige Strafen bis 2.000.- Euro (Raucher bis 100.- Euro), für Wiederholungstäter bis 10.000.- Euro (Raucher bis 1.000.- Euro). "Es gibt keine Raucherhatz, wir fordern nur die Einhaltung des Gesetzes. Alleine im Dezember werden 1.000 Anzeigen gegen Einkaufszentren (z. B. SCS, Lugner, Gasometer, Millennium, Auhof etc.) und Einkaufsstraßen erfolgen! Gesundheitsminister Stöger hat zur Volksbefragung über den Nichtraucherschutz aufgerufen: Auf http://www.sis.info sollen alle Gäste anonyme Mitteilungen abgeben. Bis zur Umsetzung sind wir, mit Unternehmer und Wissenschaftler, weiterhin bereit, Centerleitungen und Gastwirte zu beraten, unentgeltlich. ACHTUNG: NUR FÜR MEDIENVERTRETER Zurzeit läuft eine Evaluierung des Gesundheitsministeriums zur Einhaltung des Tabakgesetzes. Wir haben uns deshalb in den letzten Tagen die Mühe gemacht unsere eigenen Daten zu erheben, und zwar in den Bereichen, in denen das Tabakgesetz bereits jetzt eindeutig gültig ist, speziell in den Wiener Einkaufszentren. Das Ergebnis ist erwartungsgemäß katastrophal: mehr als 80% dieser Lokale ignorieren das Gesetz (in anderen Straßenlokalen ist die Situation ähnlich). Das ist leicht überprüfbar (alle Verstöße wurden wiederholt angezeigt), wir sind natürlich bereit, Ihnen die Situation auch vor Ort zu beweisen. Wir haben uns deshalb überlegt, woran das Gesetz so kläglich scheiterte. Lesen Sie bitte unsere Analyse bezüglich der rechtlichen, wirtschaftlichen und psychologischen Hindernisse im Tabakgesetz. Wie Sie wissen, sterben in Österreich mehr als 14.000 Raucher und 1.500 Passivraucher vorzeitig an den Folgen des Tabakrauches. Wir sind uns sicher, dass auch Sie selbst tagtäglich unter dem fehlenden Nichtraucherschutz in Österreich zu leiden haben. Versuchen Sie sich nun bitte vorzustellen, wie schwer es für uns - die Opfer das Tabakrauchs - ist: Krebspatienten, chronisch Kranke, Herz- Lungenpatienten, verantwortungsvolle Eltern, deren Kinder, Schwangere und schließlich alle tabaksensitive Menschen leiden weiterhin aufgrund dieses unzureichenden Gesetzes. Wir bitten Sie deshalb: Setzen Sie sich für unser gemeinsames Anliegen ein. Österreich besitzt nichts, was sich auch nur annähernd Nichtraucherschutz nennen darf. Gesundheitsminister Stöger hat zur Volksbefragung über den Nichtraucherschutz aufgerufen: Auf http://www.sis.info sollen alle Gäste anonyme Mitteilungen abgeben. Einzige Lösung: GENERELL RAUCHFREIE LOKALE. In der Anlage 2 Attachments (Ende)
Aussender: Krebspatienten für Krebspatienten |
| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 16. Dezember 2009 um 16:15 Uhr |
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