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Schluss mit Schuldenmachen auf Kosten der nächsten Generation Pdf Button PrintButton EmailButton
Geschrieben von: Dr. Georg Matuszek   
Montag, den 14. September 2009 um 09:00 Uhr

München (pts/14.09.2009/09:00) - "Immer mehr Menschen begreifen, dass sie selbst etwas zur Finanzierung ihres Ruhestandes tun müssen", so Heinz Köller, Aufsichtsratsvorsitzender der BDV Bund der Verbraucher Service AG http://www.bdv.ag . Das ergab, auf einen Nenner gebracht, der letzte Stimmungsbarometer des BDV Bund der Verbraucher "Guten Morgen Globalisierung, gute Nacht Altersvorsorge". Allerdings ist auch hinsichtlich wirksamer Anlageinstrumente ein extrem hoher Informationsbedarf zu erkennen. Das Vertrauen der Befragten in ihre Bankberater hat durch die Finanzkrise "deutlich gelitten".

59% der Stimmungsbarometer-Teilnehmer/-innen gaben an, von der Finanzkrise betroffen zu sein. 81% glauben, dass sich die finanzielle Situation noch verschärfen wird. 52% meinen, dass sich erst in den nächsten 2-3 Jahren eine Erholung der Gesamtsituation abzeichnen wird.

Das Ergebnis deckt sich mit aktuell veröffentlichten Berichten, dass sich die Finanzkrise im Jahre 2010 auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar machen soll. Arbeitsplatzverlust aufgrund auslaufender Kurzarbeit und Unternehmensinsolvenzen, besonders im Mittelstand, spielen dabei eine große Rolle.

Vor diesem Szenario hat daher für 65% das Thema Sicherheit bei der Kapitalanlage oberste Priorität, es folgen die Rendite und steuerliche Aspekte. Bevorzugte Anlagevehikel sind Lebensversicherung (25%), Fonds (24%), Aktien (19%) und das klassische Sparkonto (18%).

Rente damals: Fallschirm und Finanzierungsinstrument

Als "Sicherheitszuschuss zum Lebensunterhalt" hatte Reichskanzler Otto von Bismarck im Jahre 1889 die gesetzliche Altersvorsorge auf Druck der Gewerkschaften auf den Weg gebracht. Die Menschen erhielten sie erst mit 70. Bis dahin hatte die Familie für die Alten zu sorgen. Aus den Beiträgen wurden Rückstellungen gebildet, wie es etwa private Lebensversicherungen praktizieren. Eine Invaliden- und Hinterbliebenenrente folgte.

Im Jahr 1916 wurde das Rentenalter auf 65 gesenkt, die Zahl der Empfänger verdoppelte sich dadurch explosionsartig. Die sozialpolitische Streicheleinheit hinderte das damalige Kaiserreich allerdings nicht daran, die Rücklagen der Rentenversicherung zur Finanzierung ihrer Kriegsmaschinerie zu verwenden. Ein weiteres Mal vergriff sich dann das Hitler-Regime an den Reserven der Arbeitnehmer in den Dreißigerjahren, um die Rüstungsindustrie für den Zweiten Weltkrieg zu finanzieren.

In der neuzeitlichen Bundesrepublik verkam die Rentenversicherung schnell zur wahlpolitischen heiligen Kuh, die angeblich immer Milch geben wird. Weil im Zweiten Weltkrieg viele Menschen alles verloren hatten und der Staat die Rentenreserven verbraucht beziehungsweise durch die Währungsreform entwertet hatte, wurde im Jahr 1957 das Umlagesystem eingeführt. Im Volksmund als der Generationenvertrag bekannt. Eine Art Schneeballsystem: Wer einen Job hat, zahlt in die Rentenkasse ein. Das Geld wird sofort an die Rentner ausgezahlt, dafür haben die Jungen Anspruch darauf, dass ihre Renten eines Tages von nachfolgenden Generationen bezahlt werden.

Die Höhe der Rente wurde dabei - gegen die Warnung von Wirtschaftsminister Ludwig Erhard - erstmals an die Lohnentwicklung gekoppelt, die Renten stiegen prompt um zwei Drittel. Für Konrad Adenauer kein Problem: "Kinder bekommen die Leute immer." Vom Grundsatz her lag er damals richtig, allerdings konnte auch er nicht vorausahnen, dass die Zahl der "Neuzugänge" an Beitragszahlern in den folgenden Jahrzehnten kontinuierlich abnahm.

Rente heute: Sozialer Abstieg

Im Jahr 2006 gingen Frauen im Durchschnitt mit 63,2 und Männer mit 63,3 Jahren in Altersrente. Damit nahmen Männer ihre Altersrente rund 1,2 Jahre und Frauen rund 0,8 Jahre später in Anspruch als vor dem Inkrafttreten der Reform zur Anhebung und Flexibilisierung der Altersgrenzen im Jahr 1997. Aktuellen Meldungen zufolge verschiebt sich der Rentenzugang mit großer Wahrscheinlichkeit weiter in Richtung 67 Jahre oder sogar später. Dieser Anstieg ist zum Teil demografisch bedingt, spiegelt aber auch die Reaktion der Versicherten wieder, die sich für einen späteren Renteneintritt entscheiden (müssen), um Abschläge auf der Einkommensseite zu vermeiden oder deren Höhe zu verringern.

Generation Globalisierung definiert den Generationenvertrag neu: Wir belasten unsere Kinder nicht mehr

"Die Generation der heute 35-jährigen bis Ende 40, wir nennen sie Generation Globalisierung, weil sie die dramatischen Veränderung der Globalisierung, den demografischen Wandel und auch der "Null-Rente" in ihrer vollen Härte zu spüren bekommt, haben die epochale Chance, den Generationenvertrag endlich zu beenden." "Die Lösung liegt in einem Paradigmenwechsel. Die Rente, so wie sie unsere Ur-Großväter, Großväter und Eltern definiert und erlebt haben, gibt es für die Generation Globalisierung und der nachfolgenden Generationen nicht mehr. Stattdessen haben diese die Möglichkeit, durch eine gesunde Lebensweise dafür zu sorgen, dass sie über das 65. Lebensjahr hinaus noch Leistungsfähig sind. Es geht primär um die Übernahme von Verantwortung für die eigene Gesundheit. Sie ist für diese Generation der Schlüssel zur finanziellen Absicherung im Alter. Die Politik ist nicht mehr in der Lage den Bankrott des Rentensystems aufzuhalten. "Unsere Kinder und Kindeskinder müssen bereits mit der Unfähigkeit unserer vorangegangenen Sozialpolitik in eine ungewisse Zukunft gehen. Das mindeste was wir noch tun können: Ihnen eine zusätzliche Ausbildung mitzugeben, wie sie noch mit 65 Jahren täglich mit Freude in die Arbeit gehen", so Heinz Köller.

Gesundheit ist individuelle Verantwortung und Lebensaufgabe der Generation Globalisierung

Wir stehen erst am Anfang des 21. Jahrhunderts, aber es wird immer deutlicher, dass die Gesundheit der Manager und ihrer Teams der strategische Erfolgsfaktor für Unternehmen im globalen Wettbewerb um Marktanteile sein wird. Es kommt nicht von ungefähr, dass stressbedingte psychische Probleme und daraus resultierende Verhaltensstörungen im betrieblichen Umfeld, einen Spitzenplatz im Krankheitsgeschehen einnehmen und in den letzten Jahren als Ursache für Fälle von Arbeitsunfähigkeit und vorzeitige Berentung überproportional zugenommen haben. Führungskräfte tragen die Verantwortung für die eigene Gesundheit und das ihrer Teams, damit diese über das 65. Lebensjahr hinaus weiter für das Unternehmen arbeiten können. Daran wird ein Teil ihrer Managergehälter gekoppelt werden. (Ende)

Aussender: BDV Bund der Verbraucher AG
Ansprechpartner: Dr. Georg Matuszek
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Tel.: +49 89 92 10 49-0

[ Quelle: http://pressetext.com/news/090914009/ ]
[ Fotos: http://pressetext.com/show_attach.mc?pte=090914009 ]

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 14. September 2009 um 09:00 Uhr
 

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