| Bioenergie im Achental |
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| Geschrieben von: Petra Hettenkofer |
| Dienstag, den 13. Dezember 2011 um 11:45 Uhr |
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Grassau (pts020/13.12.2011/11:45) - Während der Klimagipfel im südafrikanischen Durban im Chaos zu scheitern drohte und sich die Delegierten erst in letzter Minute auf eine Kompromissformel einigten, arbeiten neun Gemeinden im Tal der Tiroler Achen/Oberbayern an ihrer Energieautarkie bis zum Jahr 2020. In einem Tal zwischen dem oberbayerischen Chiemsee und dem Tiroler Kaisergebirge ist die weltweit diskutierte Energiewende seit Jahren in vollem Gange. Bereits seit Mitte der neunziger Jahre bemühen sich die Gemeinden im Süden des Landkreises Traunstein um eine nachhaltige ökologische Entwicklung und Vermarktung ihrer Region hinsichtlich Tourismus, Landwirtschaft und Naturschutz. Das interkommunale Engagement der Bewohner des Tals der Tiroler Achen gipfelte im Jahr 1999 in der Gründung der Initiative "Ökomodell Achental e.V.". Ziel des Vereins ist die Sicherung der landwirtschaftlichen Betriebe und der Erhalt der Natur- und Kulturlandschaft bei gleichzeitiger Förderung des Gewerbes und des Tourismus - im Einklang mit der Natur und durch die effektive Nutzung der regionalen und regenerativen Energieressourcen. Doch inzwischen haben sich die Bewohner des Tals in den Chiemgauer Bergen ein höheres Ziel gesetzt: Als Gewinner des im Jahr 2009 vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ausgelobten Wettbewerbes "Bioenergie-Regionen", planen sie ihre energetische Unabhängigkeit bis zum Jahr 2020. Ein Biomassehof als Treiber der Initiative Zentrales Projekt in der Entwicklung des Achentals zur energieautarken Region ist der Biomassehof Achental in der Gemeinde Grassau. Im Herbst 2007 errichtet und getragen von den Gemeinden und von regionalen Investoren, sind der Hof und die Gesellschaft "Biomassehof Achental GmbH & Co. KG" organisatorischer Knotenpunkt und Motor für die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energieressourcen in der Region und damit für den Ausbau der bioenergetischen Wertschöpfungsketten. Vor Ort werden nicht nur Holzhackschnitzel und Pellets aus Agrarabfällen für die regionale Versorgung und für das Fernwärmenetz in Grassau produziert. In Kooperation mit der Firma Agnion aus Pfaffenhofen a. d. Ilm wird derzeit an der Inbetriebnahme eines Holzvergasers gearbeitet. Dessen innovative Technik erlaubt es, aus Hackschnitzeln regionaler Reststoffe Strom zu erzeugen. "Unser Engagement folgt dem Motto Bioenergie mit Augenmaß", sagt Wolfgang Wimmer, Geschäftsführer der Biomassehof Achental GmbH & Co. KG. "Es ist uns ein ernsthaftes Anliegen, zur Energiewende und damit zum Klimaschutz einen maßgeblichen Beitrag zu leisten, nicht zuletzt als Antwort auf die Ergebnisse von Durban 2011." Weitere elf geplante oder bereits realisierte "Gipfelprojekte" bringen die Gemeinden des Achentals Schritt für Schritt weiter in der Realisierung ihres ehrgeizigen Ziels. Drei zusätzliche Initiativen sollen zur europaweiten Verbreitung der innovativen Ideen und zum internationalen Erfahrungsaustausch dienen. Zudem nimmt das Achental als einzige Region Deutschlands am Projekt "Klimaneutraler Alpenraum 2050" der Alpenanrainerstaaten teil. Österreichische Nachbarn ziehen mit Das Engagement der fortschrittlichen Bewohner des Achentals hört an der deutsch-österreichischen Grenze nicht auf: Die Tiroler Gemeinden Kössen und Schwendt aus dem Leukental nehmen mit eigenen Gipfelprojekten wie dem einer dezentralen Biogasanlage zur Gülle-Verwertung an der Entwicklung in Richtung energetischer Autarkie teil. So wird das Achental im Jahr 2020 hinsichtlich seiner Energiegewinnung, verbunden mit einer beachtlichen ökologischen und ökonomischen Wertschöpfung, in der Zukunft angekommen sein. Die internationale Staatengemeinschaft plant indes für das Jahr 2020 ein neues Klimaschutzabkommen und den Start des "Grünen Klimafonds" für Entwicklungsländer. Über die Bioenergie-Region Achental (Ende) Aussender: Die Konzepter Kommunikation.Kreation |
| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 13. Dezember 2011 um 11:45 Uhr |
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