| Neues Fachbuch zu Kapitalanlagen |
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| Geschrieben von: Holger Schefold |
| Mittwoch, den 18. Januar 2012 um 09:30 Uhr |
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Bei Penny-Stocks handelt es sich um Aktien, die unter einer Einheit in lokaler Währung liegen. In Euro also Aktien, die einen Wert von weniger als einem Euro besitzen. In den Vereinigten Staaten geht man noch etwas weiter und zählt alle Aktien dazu, die unter einem Wert von fünf Dollar notieren. In der Praxis hat sich der Begriff "Penny-Stock" jedoch für Anlagevehikel des so genannten "grauen Kapitalmarktes" etabliert: Aktien (mit einem Wert von unter einer Einheit in lokaler Währung), die ein oftmals sehr geringes Handelsvolumen und eine hohe Wertschwankungsbreite (Volatilität) aufweisen. Diese Art der Penny-Stocks wird in der Regel im ungeregelten Freiverkehr (grauer Kapitalmarkt) gehandelt und ist das Objekt von Spekulanten. Wer Geld anlegt, muss über Vehikel des grauen Kapitalmarktes Bescheid wissen - werden sie nicht selten als "heißer Tipp" gehandelt und kommen als Schnäppchen übers Fax oder per E-Mail ins Haus. Besonders gut "funktioniert" der graue Kapitalmarkt bei steuermüden Besserverdienern, Gewinnsüchtigen, Schnäppchenjägern, Leichtsinnigen und Leichtgläubigen. Eine Studie der Kriminalpolizei hat gezeigt, dass "verheiratete Männer mittleren Alters in selbständigen Berufen" besonders anfällig dafür sind, auf Angebote des grauen Kapitalmarktes herein zu fallen. Kapitalanlagen des grauen Kapitalmarkts zeichnen sich dadurch aus, dass sie staatlich nicht geregelt sind oder dass geregelte Produkte betrügerisch genutzt werden. Im Kern bietet irgendein Verkäufer irgendein Produkt an, indem er ein ordentliches Produkt betrügerisch benutzt. Oder die Anlage an sich ist betrügerisch konstruiert. Der Anbieter legt die Konditionen selbst fest, wirbt damit vorzugsweise mit dem Schnäppchen-Charakter des Produktes (Limitierung & hohen Renditen) und begeht dabei oftmals einen handfesten Anlagebetrug. Am grauen Kapitalmarktes werden oft überteuerte, nicht werthaltige, fragwürdige Anlageempfehlungen gehandelt, die oft im Zusammenhang stehen mit: - Front- oder Parallel Running (der Anbieter setzt sich mit eignen Orders vor den Kunden oder läuft wenigstens mit) Weitere typische Produkte des grauen Kapitalmarkts sind: - Diamanten (mit wertlosen Zertifikaten/Rückkaufgarantien) Gehandelt werden oft auch Schuldverschreibungen im Sinne hochriskanter Privatplatzierungen von mehr oder weniger seriösen Herausgebern (Emittenten), die als gesicherte Anlagen angeboten werden. Stiftung Finanztest kommt bei diesen Direktanleihen zum Urteil "mit Sicherheit riskant". Bei Waren-/Finanz-Termingeschäften kommt es am grauen Kapitalmarkt regelmäßig zu Provisions- und Kostenschinderei. Dies trifft auch bei Wohnimmobilien und bei Unternehmensbeteiligungen zu, die außerdem oft überteuert und nicht werthaltig sind aber als inflationsgeschützte Sachwertanlage zur Altersvorsorge vermarktet werden - zusammen mit riskanten Kreditmodellen. Der graue Kapitalmarkt ist vor allem in der Bundesrepublik sehr aktiv. Der Präsident des Deutschen Anlegerschutzbundes, Klaus Nieding, taxiert den Schaden auf 20-30 Mrd. Euro - Betrug, überhöhte Provisionen, Misswirtschaft und andere Missbräuche. Es gibt zahlreiche Promi-Fälle, wie den EuropeanKingsClub (Gelnhausen) - die Gründerin/Leiterin wurde 1997 für die Verursachung eines Schadens von etwa einer halben Milliarde Euro zu acht Jahren Gefängnis verurteilt. Auch bekannt: Der Düsseldorfer "Finanzprofi" Frank Schaefer mit seinem Unternehmen "Caviar Creator", der Anlegern Phantasierenditen mit der Kaviarproduktion versprach, 47 Mio. Euro von 3.000 gutgläubigen Anlegern einsammelte und jetzt wegen Anlagebetrugs in U-Haft sitzt. Weitere Fälle sind im Rahmen der Kapitalmarktkrise ans Tageslicht gekommen, wie beispielsweise der Madoff-Fall in den USA (bekannter Schaden ca. 36 Mrd. US-Dollar) oder der Coup des deutschen "Mini-Madoff" Helmut Kiener mit dem "K1 Global Sub Trust"-Fonds und "K1 Invest" in der Karibik (bekannt ca. 525 Mio. Euro). Der Übergang zwischen grauem Kapitalmarkt und Anlagebetrug ist fließend. Viele Betrugssysteme brachen erst mit der Finanzkrise zusammen, da Anleger in schlechten Zeiten schneller an ihr eingesetztes Kapital heran wollen und neue Geldgeber schwerer zu finden sind - die Betrüger gelangen schlicht in Geldnot. Schützen Sie sich und ihr Geld jetzt und lesen Sie folgende Inhalte - Gibt es eine regelrechte Schädigerindustrie? (Ende) Aussender: Fischer Finanzpartner GmbH
[ Quelle: http://www.pressetext.com/news/20120118007 ]
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| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 18. Januar 2012 um 09:30 Uhr |
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