| Bankentarifrunde 2010 |
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| Geschrieben von: RA Dr. Stephan Rabe |
| Dienstag, den 02. Februar 2010 um 17:56 Uhr |
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Berlin (pts/02.02.2010/17:56) - Die Tarifgemeinschaft Öffentlicher Banken sieht angesichts der weiter angespannten Lage im Bankensektor für die am 19. April 2010 beginnenden Tarifverhandlungen nur einen sehr geringen Spielraum und fordert ver.di zu einem moderaten Tarifabschluss auf. Thomas Christian Buchbinder, Vorstandsvorsitzender der Landesbank Saar und Verhandlungsführer der Tarifgemeinschaft Öffentlicher Banken sagte hierauf: "Die öffentlichen Banken bewegen sich nach wie vor in einem schwierigen Umfeld. Die Geschäftsentwicklung im Bankgewerbe war im vergangenen Jahr erheblichen Belastungen ausgesetzt. Auch in diesem Jahr werden die Auswirkungen der Finanzmarktkrise spürbar sein. Aufgrund dieser schwierigen Lage fordern die öffentlichen Banken einen moderaten Tarifabschluss." Vor dem gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Hintergrund ist die Forderung von ver.di, an Stelle des bisherigen Rationalisierungsschutzabkommens einen umfassenden Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung abzuschließen, nicht akzeptabel. Die Gewerkschaft ver.di hatte das Rationalisierungsschutzabkommen zum Jahresende 2008 gekündigt. Die Tarifgespräche zur Fortentwicklung des Rationalisierungsschutzabkommens haben bisher nicht zu einem Ergebnis geführt. Dies liegt unter anderem daran, dass ver.di bislang darauf bestanden hat, einen tariflichen Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen zu vereinbaren. Aus Sicht der Arbeitgeber ist diese Maßnahme in der derzeitigen branchenspezifischen Situation und vor dem Hintergrund unvermeidbarer Konsolidierungs- und Schrumpfungsprozesse nicht realisierbar. "Die sozialverträgliche Umsetzung von Personalabbaumaßnahmen kann nur auf betrieblicher Ebene erfolgen und entzieht sich daher einer allgemeinen tariflichen Regelung", so Thomas Christian Buchbinder. ********************* Der Tarifgemeinschaft Öffentlicher Banken gehören 50 Mitgliedsinstitute des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, an, unter anderem Landesbanken, Förderinstitute, Bausparkassen und einzelne Sparkassen. Die Tarifgemeinschaft Öffentlicher Banken führt die Tarifverhandlungen im Bankgewerbe in einer Verhandlungsgemeinschaft mit dem Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes. Der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, vertritt die Interessen von 61 Mitgliedsinstituten, darunter die Landesbanken sowie die Förderbanken des Bundes und der Länder. Mit einer Bilanzsumme von 2.092,6 Mrd. EUR (Geschäftsjahr 2008) beläuft sich der Marktanteil der VÖB-Banken auf rund 27 Prozent des deutschen Bankenmarktes. Die VÖB-Banken beschäftigen 86.642 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Weitere Informationen unter www.voeb.de. (Ende)
Aussender: Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB |
| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 02. Februar 2010 um 17:56 Uhr |
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