| Pharmaindustrie saniert - Ärztekammer blockiert |
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| Geschrieben von: Abteilung Kommunikation |
| Montag, den 20. Juli 2009 um 15:25 Uhr |
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Wien (pts/20.07.2009/15:25) - In einem APA-Interview vom 19. Juli verteidigt Ärztekammer-Präsident Walter Dorner das mit dem Hauptverband ausverhandelte Sanierungspapier. Die Einsparungen im Ärztebereich gingen laut Dorner bis zur Grenze der Machbarkeit. Mehr könne aus Ärztesicht nicht mehr gespart werden. Neben dem Staat soll die Pharmaindustrie zahlen, deren Beitrag laut Dorner ein "Bettel" sei. Eine Vorgehensweise, die Pharmig-Generalsekretär Jan Oliver Huber als arrogant und unkonstruktiv verurteilt. Huber: "Im Vergleich zur Ärzteschaft, die sich rein mit ihrer Einsparungsbereitschaft rühmt, zahlt die österreichische Pharmaindustrie bis 2011 freiwillig insgesamt 180 Mio. Euro an den Hauptverband. Die Zahlung 2008 hat laut Hauptverbands-Chef Schelling wesentlich zur Reduzierung des Kassendefizits beigetragen. Diesen Beitrag als 'Bettel' abzutun, geht vollkommen an der Realität vorbei. Die Ärzteschaft ist eingeladen, es der Pharmawirtschaft gleich zu tun. Auch ein Solidarbeitrag der Ärzte würde der Finanzierung des Gesundheitssystems helfen. Wie wäre es beispielsweise mit einem teilweisen solidarischen Honorarverzicht?" 75 Prozent auf Kosten der Wirtschaft Betrachtet man die "Rechnung der Krankenkassen" aus der Tageszeitung "Die Presse" vom 2. Juli, sieht man, dass rund 75,8 Prozent der Kostendämpfungen die Wirtschaft treffen würden. Alleine 52,6 Prozent fallen auf Maßnahmen im Medikamentenbereich zurück. Dem gegenüber stehen Kostendämpfungen im Bereich der Ärzte von rund 24,2 Prozent. Dieser Vergleich zeigt eindeutig, dass versucht wird, einen Großteil der Einsparungen auf dem Rücken der Pharmaindustrie auszutragen. Huber: "Es hat keinen Sinn mit unqualifizierten Aussagen den schwarzen Peter weiterzuschieben. Niemand freut sich über einen Nachbesserungsauftrag. Das kann ich gut verstehen. Es ist mir aber unverständlich, warum man seinem Ärger Luft macht, indem man einen anderen Verhandlungspartner diffamiert. Das ist schlechter Stil, der das Gesprächsklima vergiftet und blockiert." Konstruktiver Finanzierungs-Dialog gefordert Der Verband der pharmazeutischen Industrie fordert Verhandlungen mit allen Beteiligten des Gesundheitssystems. "Wenn zwei Interessensgruppen zu Lasten Dritter verhandeln, kann dies nicht zu einer nachhaltigen Sanierung der österreichischen Krankenkassen führen", zeigt sich Huber überzeugt. (Ende) Aussender: Pharmig - Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs |
| Zuletzt aktualisiert am Montag, den 20. Juli 2009 um 15:25 Uhr |
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