| Wird der Menschheitstraum von lebenslang gesunden Zähnen jetzt Realität? |
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| Geschrieben von: Giesbert Karnebogen |
| Freitag, den 30. Juli 2010 um 11:40 Uhr |
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Eislingen/Wiesbaden (pts/30.07.2010/11:40) - "Die Erfüllung des alten Menschheitstraums von der Zahngesundheit ein Leben lang rückt immer näher", schreibt der bekannte Zahnarzt und Prophylaxe-Experte Dr. Klaus-Dieter Bastendorf aus Eislingen (bei Stuttgart) in der Fachpublikation "Dental kompakt 2010" und präzisiert: "Wir sind schon ein gutes Stück auf diesem Wege, was die Karies betrifft, vorangekommen. Jetzt gilt es die neuen Herausforderungen wie parodontale Gesundheit, präventive Alterszahnkunde, Erosionsprobleme, Zahnhalsprophylaxe usw. im Einklang mit der Wissenschaft, Industrie, Handel und der Praxis anzunehmen und zu lösen." Bastendorf fasst in seinem Artikel "Prophylaxe - eine aktuelle Standortbestimmung" die Ergebnisse der Vierten deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS IV) zusammen. Danach ist im Vergleich zur DMS III aus dem Jahr 1997 bei Kindern ein deutlicher Rückgang von 58,8 Prozent bei Karies (Schmelz- und Kronen-Karies) zu beobachten. Demgegenüber stehe eine deutliche Zunahme von Parodontalerkrankungen bei Erwachsenen und Senioren um 26,9 Prozent (mittelschwere Parodontalerkrankungen) bzw. 23,7 Prozent (schwere Parodontalerkrankungen). Erkrankungen des Zahnhalteapparates (Parodontitis) sind eine Volkskrankheit, an der laut DMS IV bereits 73,2 Prozent der Erwachsenen leiden! Parodontitis ist eine durch Bakterien hervorgerufene entzündliche Veränderung des Zahnfleisches und des Kieferknochens. Sie zählt zu den häufigsten Infektionskrankheiten der Mundhöhle. Sie wird durch Bakterien ausgelöst, es können aber auch weitere Ursachen mit verantwortlich sein, z.B. Rauchen, erbliche Faktoren, Stress, schlechte Mundhygiene, Übergewicht, hormonelle Störungen, Krankheiten wie etwa Diabetes mellitus oder einfach das zunehmende Alter, wobei die Abwehrkräfte gemindert werden. Konkrete Anzeichen für ein Parodontitis-Risiko bzw. eine bereits vorhandene Parodontitis sind Zahnfleischbluten, zurückgehendes Zahnfleisch, Mundgeruch, empfindliche Zähne und lockere Zähne. "Wir haben in den letzten 20 Jahren mehr Innovation (gemeint sind Innovationen in der Zahnheilkunde, d. Red.) erlebt als in 10.000 Jahren davor und dieser Weg wird sich fortsetzen", so Dr. Bastendorf in seinem Artikel. "Die moderne Zahnheilkunde stellt aber nicht nur von der wissenschaftlichen Seite her, sondern auch von der Organisation ganz neue Anforderungen an die Zukunft.". Sein Fazit lautet: "Eine moderne Zahnheilkunde ist nur mit und um die Prophylaxe herum sinnvoll." Laut einer Untersuchung des IDZ (Institut der Deutschen Zahnärzte) waren bereits in den 90er Jahren 92,3 Prozent der deutschen Zahnärzte der Meinung, dass ohne Prophylaxe die Zahnheilkunde nicht mehr vertretbar sei. Und 89,1 Prozent sagten, dass mit einer Individual-Prophylaxe alle Altersgruppen erfasst werden sollten. Die Realität ist allerdings immer noch eine ganz andere. Danach bieten nur maximal 20 % der niedergelassenen Zahnärzte Prophylaxe als durchgängiges Konzept in allen Altersgruppen an. Gründe: eine individuelle, risikoabhängige, altersorientierte Prophylaxe ist aufwändig, erfordert viel Zeit und auch hohe Investitionen. Wissenschaftliche Erkenntnisse in der Diagnostik und in der Prophylaxe werden noch nicht im notwendigen Maße im Praxisalltag berücksichtigt. Für die bestmögliche Umsetzung einer regelmäßigen professionellen Mundhygiene und einer regelmäßigen häuslichen Mundhygiene fehlen einerseits häufig das notwendige, hoch qualifizierte Personal, andererseits oft das Wissen und die Einsicht der Bürger, was sie täglich für ihre Mundhygiene und Zahngesundheit tun können und tun sollten. Neue, bequeme, substanzschonende Hilfsmittel für die tägliche häusliche Prophylaxe wie z.B. Pflege und Reinigung mit Ultraschall werden immer noch viel zu wenig berücksichtigt bzw. sind noch nicht einmal bekannt - trotz immer zahlreicherer, verblüffender Ergebnisse. Ein Beispiel von vielen stammt von Silvio Herold. Er schilderte in einer E-Mail vom 13. Juli 2010 seine Erfahrung mit der Ultraschall-Prophylaxe für die häusliche Anwendung: "Ein sensationelles Putzergebnis ohne intensives schädigendes Schrubben. Das Zahnfleisch blutet nicht mehr und sieht sehr gesund aus, was auch der Zahnarzt bestätigt hat. Die passende Ultraschallzahncreme ohne Schmirgelstoffe ist absolut genial, weil die Zähne und der Zahnschmelz nicht angegriffen werden. Anfangs war es aber unglaublich, dass die Zähne ohne mechanische Bewegung gereinigt werden. Es funktioniert tatsächlich. Ein echter Autonarr poliert seinen Wagen ja auch nicht jeden Tag und würde so seine Lackschicht im Laufe der Zeit abtragen, sondern pflegt durch waxen ohne Schmirgelstoffe." Nach Dr. Klaus-Dieter Bastendorf "...liegt eine der größten Herausforderungen für die Praxis der Zukunft darin, der Prophylaxe im Praxisalltag den Stellenwert zukommen zu lassen, der ihr aufgrund der wissenschaftlichen Erkenntnisse zusteht." Neben der professionellen Prophylaxe in der Praxis, sind die täglichen Präventionsmaßnahmen zuhause dabei ein wichtiger, unverzichtbarer Bestandteil. Und hier wird es in entscheidendem Maße auch darauf ankommen, dass neue wissenschaftliche Erkenntnisse wie die über Ultraschall bei den Prophylaxe-Maßnahmen berücksichtigt werden, zumal eine neue Ultraschalltechnologie mit bis zu 96 Millionen Schwingungen pro Minute für den Hausgebrauch dies möglich macht (in Apotheken erhältlich). Weitere Berichte zum Thema "Prophylaxe in der Zahnheilkunde" und "häusliche Mundhygiene" folgen in den nächsten Wochen. Ebenso ein ausführliches Interview mit Dr. Klaus-Dieter Bastendorf. (Ende)
Aussender: PANAMEDIA Communications GmbH [ Quelle: http://pressetext.com/news/100730011/ ] |
| Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 30. Juli 2010 um 11:40 Uhr |
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