| OECD-Experte Jean-Pierre Garson beim 5. Forum Zukunft der Arbeit |
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| Geschrieben von: Mag. Marianne Rutrecht |
| Freitag, den 02. Juli 2010 um 15:07 Uhr |
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Im Zuge der Begrüßung und Vorstellung der PodiumsteilnehmerInnen betonte Moderatorin Dr. Martina Salomon, dass die zweite Generation von MigrantInnen oft weniger gut integriert sei als die erste und selbst jene Personen mit guter Bildung oft sehr schlechte Chance am Arbeitsmarkt haben. Dennoch wies sie mit FZDA-Veranstalter Competence Call Center - welches MitarbeiterInnen aus 55 Nationen beschäftigt - auf ein Paradebeispiel für erfolgreiche Integration hin. Keynote Speaker Jean-Pierre Garson, OECD, sprach in seinem Impulsvortrag über die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund und ihre Chancen auf dem Bildungs- und Arbeitsmarkt. Grundsätzlich sind zwei Formen von MigrantInnen zu unterscheiden: jene die als junge Menschen in ein neues Land kommen und jene die als Kind migrantischer Eltern im Land geboren werden - die Gruppe die gesamt den größeren Teil der beiden ausmacht. Aus diesem Grund betonte Garson besonders die wachsende politische und wirtschaftliche Relevanz der Integration von MigrantInnen der zweiten und dritten Generation für OECD Länder. "Vor allem die Nachkommen von Eltern mit niedrigem Bildungsniveau haben beim Eintritt in den Arbeitsmarkt in hohem Ausmaß mit Schwierigkeiten zu kämpfen", so der Experte weiter. Besonders da ein guter Job der wichtigste Faktor für erfolgreiche Integration ist, bestehe hier Handlungsbedarf. Generell steige mit dem Bildungsniveau auch bei MigrantInnen die Beschäftigungswahrscheinlichkeit, jedoch nicht so stark wie bei Einheimischen. Die Aufhebung dieser Diskrepanz sieht der Experte in drei wichtigen Punkten: "Netzwerke spielen eine entscheidende Rolle bei der Integration. Kontakte zwischen MigrantInnen und Arbeitgebern können den Einstieg ins Berufsleben wesentlich erleichtern. Schulen sind hier in der Pflicht die Rolle der Vermittler einzunehmen. Im Zusammenhang damit ist vorschulische Bildung ein weiterer wichtiger Faktor, wobei diese bereits im Alter zwischen drei und vier Jahren ansetzen sollte um besonders effektiv zu sein." Laut Garson sei auch die Unkenntnis der Funktionsweise des Arbeitsmarktes eine Barriere für MigrantInnen: "Viele wissen nicht, wie sie in dem Zuwanderungsland beispielsweise eine Bewerbung oder ein Motivationsschreiben verfassen bzw. sich richtig bewerben". Des Weiteren ruft Garson dazu auf, gegen Diskriminierung vorzugehen, welche deutlich von Rassismus abzugrenzen ist, aber auch wesentlich weiter reicht. Im öffentlichen Diskurs herrsche außerdem vielfach eine kritische Meinung gegenüber Migration. Unternehmen müssten teilweise erst von deren Bedeutung und Potenzial für Wirtschaft und Land überzeugt werden, um migrantischen ArbeitnehmerInnen adäquate Chancen bieten zu können. "Fälle positiver Integration sollten in den Vordergrund gerückt werden. So übernehmen erfolgreiche MigrantInnen eine Vorbildfunktion und unterstützen den Abbau von Vorurteilen", so die Empfehlung von Garson. Im Anschluss an den Impulsvortrag beleuchteten die Teilnehmer der hochkarätigen und kontroversen Podiumsdiskussion die Chancen und Risiken für MigrantInnen und deren Kinder am Arbeitsmarkt. Mag. Johann Bezdeka sprach in seinen Ausführungen darüber wie das Thema Integration in Österreich gehandhabt wird: "Integration soll meiner Meinung nach nicht an spezielle Organisationsformen gekuppelt sein. In Österreich hat jede Gebietskörperschaft die Aufgabe, Integrationspolitik zu betreiben und es gibt in Österreich seit Jahren Gesetze zu Niederlassung und Aufenthalt. Der Nationale Aktionsplan für Integration der Bundesregierung, der sich nun in der Umsetzungsphase befindet ist ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung umfassender Integration", so Bezdeka. management club Bundesgeschäftsführer Mag. Markus Heingärtner betonte zur Situation von Migration und Integration im Land: "In Österreich sind Kinder aus bildungsschwächeren Familien generell benachteiligt, unabhängig von deren Herkunft. MigrantInnen trifft dies jedoch noch stärker. Man sollte davon weg kommen sich am Bildungsstatus der Eltern zu orientieren und eine verpflichtende vorschulische Bildung ab einem Alter von vier Jahren andenken. Was in diesem Alter nicht passiert, ist später kaum oder gar nicht mehr nachzuholen". Als gebürtige Finnin, die im Alter von 4 Jahren mit ihren Eltern nach Österreich immigrierte sprach Carita Vallinkoski über ihre persönliche Erfahrungen bei der Integration in Österreich: "Ich kann sagen, dass mein Integrationsprozess zum Glück ein sehr schöner war und ich kaum mit Hürden zu kämpfen hatte. In meiner Schulklasse waren unter 28 Kindern 14 Nationen vertreten, weshalb ich schon früh sehr gut mit dem Thema umzugehen lernte. Später bekam ich die tolle Chance, in einem internationalen und toleranten Unternehmen wie Competence Call Center zu arbeiten". Vallinkoski ist es ein Anliegen, die Zukunft mitzugestalten und als Managerin im CCC jedem eine faire Chance zu bieten. "Jeder sollte auf ein Unternehmen treffen, dass ihm die Chance bietet, Fuß zu fassen und wir sollten alle gemeinsam an einer erfolgreichen Integration von MigrantInnen arbeiten", so Vallinkoski. Ihre Empfehlungen für MigrantInnen in Österreich: "Am wichtigsten ist es, die Sprache zu lernen und zu beherrschen. Außerdem sollten Bildungsmöglichkeiten für alle frei zugänglich sein und in Anspruch genommen, sowie die Kultur im Land mit gestaltet und mit gelebt werden". Cablecom Manager Frank Zelger beleuchtete die Lage der Integrationspolitik in der Schweiz und plädierte dafür, Maßnahmen der Integration auf qualitativer Ebene zu setzen: "In der Schweiz herrscht nicht so sehr ein Verdrängungswettbewerb - 25 % der Beschäftigten sind hier nicht Schweizer Herkunft, am quantitativen Aspekt liegt es also nicht. Da dies aber nur kurzfristig hilft, ist es besonders wichtig auf qualitativer Ebene anzusetzen. Die Schweiz ist ein internationales Land, in dem vier Sprachen gesprochen werden, was die Integration zum Teil einfacher macht." Über das Forum Zukunft der Arbeit: Das Forum Zukunft der Arbeit zeigt als unabhängige Expertenplattform, was die Zukunft der Arbeit bringt - und wie wir sie aktiv gestalten. Das Forum Zukunft der Arbeit wurde 2006 auf Initiative von Competence Call Center in Kooperation mit management club und CAREER ins Leben gerufen. Es versammelt jedes Jahr hochkarätige Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zur Diskussion zukunftsentscheidender Themen der Arbeitswelt. Das Forum Zukunft der Arbeit fand am 1. Juli im Bundesministerium für Inneres zum fünften Mal statt. (Ende)
Aussender: Competence Call Center AG [ Quelle: http://pressetext.com/news/100702024/ ] |
| Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 02. Juli 2010 um 15:07 Uhr |
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Bamberg (pts012/21.09.2011/11:15) - Nach einer internationalen Studie vom Payment Service Provider (PSP) Computop hat die momentan angespannte weltweite Ökonomie nur geringe Auswirkungen auf das Online-Geschäft in der Euro-Zone. Im Langzeitvergleich vom zweiten Quartal 2010 zum zweiten Quartal 2011 steigen die Umsätze in der Euro-Zone um 29 Prozentpunkte, die Anzahl der Einkäufe um 30 Prozent. Insgesamt sinkt jedoch die Höhe der Warenkorbwerte bei den eingekauften Waren um rund 3 Prozent.
Weiterlesen...Frankfurt am Main (pts027/13.10.2011/15:20) - Insbesondere Smartphone-Besitzer freuen sich auf das neue iPhone, lokale Informationen sind sehr gefragt und Anwender sehen die mobilen Alleskönner primär als Helfer im Alltag. Das sind drei zentrale Ergebnisse einer Studie mit 1.000 Befragten, die das Marktforschungsinstitut Ears and Eyes im Auftrag von Gelbe Seiten durchgeführt hat.
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Hamburg (pts015/12.07.2011/13:00) - Auch wenn es mit dem WM-Titel nicht geklappt hat, die Frauenfußball Weltmeisterschaft in Deutschland hat etwas bewegt. In einer repräsentativen Mehrthemenumfrage des Marktforschungsinstitutes Ipsos unter 1000 Befragten stimmten knapp 60 Prozent der Befragten zu, dass die Frauen WM in Deutschland insgesamt die Position der Frau stärkt.
Dabei bei waren sich Männer und Frauen einig: Immerhin gut ein Drittel der Befragten (34,2 %) gaben zudem an, dass sie sich viele Spiele der Weltmeisterschaft ansehen werden.
Berlin (pts023/03.08.2011/12:20) - Das heute vom Kabinett gebilligte Gesetz zur Öffnung des Fernbusverkehrs verfehlt nach Ansicht der Allianz pro Schiene das selbstgesteckte Liberalisierungsziel. "Die Eisenbahn muss sich vor einem fairen Wettbewerb im Fernverkehr nicht fürchten. Aber die Pläne von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer sehen vor, den Fernbus von der Maut zu befreien und künstlich billig zu halten, während jeder Zug selbstverständlich Schienenmaut bezahlen muss", sagte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege, in Berlin. "Ein systematisch verzerrter Wettbewerb wird uns von der Regierung als überfällige Befreiung des Verkehrsmarktes von historischen Fesseln verkauft." Die Allianz pro Schiene kritisierte auch, dass dem Reisenden mehr Wahlfreiheit vorgespiegelt werde, während der Bus in Wirklichkeit als "Billigheimer-Angebot ohne Fahrgastrechte" angelegt worden sei.
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