| Der neue Nouvel-Tower - Ein außergewöhnlicher Beitrag zur Wiener Architektur |
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| Geschrieben von: Norbert Heller |
| Montag, den 13. Dezember 2010 um 11:00 Uhr |
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Wien (pts/13.12.2010/11:00) - Der vom Pritzker Preisträger Jean Nouvel konzipierte Tower stellt einen neuen Höhepunkt in der städtebaulichen Entwicklung Wiens dar. Zielsetzung des Bauherren - der UNIQA Gruppe - war es, nach dem 2004 fertig gestellten UNIQA Tower von Heinz Neumann, die Donaukanalkante um ein weiteres markantes und einzigartiges Gebäude zu ergänzen. Gemeinsam mit dem benachbarten Media Tower von Hans Hollein bildet der Nouvel-Tower nun ein neues, architektonisches Tor zur Leopoldstadt - gebildet aus den Gebäuden zweier Pritzker Preisträger. Mit der Nutzung des 18 Stockwerke hohen Nouvel-Tower als 5-Sterne Hotel, Restaurant und Designcenter samt öffentlicher Passage wird ein wesentlicher Beitrag zur weiteren Belebung des Gebietes geleistet. Herbert Schimetschek, Geschäftsführer der Errichtungsgesellschaft: "Die Aufgaben eines verantwortungsbewussten Unternehmens gehen über die ökonomisch notwendige Ertragsorientierung hinaus. Wir sehen unsere Verantwortung auch darin, städtebauliche Signale zu setzen. Dieses neue Gebäude von Jean Nouvel - an der Stelle, der ehemaligen Zentrale der UNIQA Gruppe - ist ein solches Signal. Ein Signal für Qualität, Nachhaltigkeit, Mut zum Außergewöhnlichen und vor allem auch für Weiterentwicklung. Ein für mich ganz wesentlicher Punkt ist die Vielfältigkeit dieses Gebäudes. Die Nutzung des Gebäudes als Hotel mit öffentlichem Restaurant und das Designcenter machen die Architektur, die Lichtdecken von Pipilotti Rist und die "Grüne Wand" von Patrick Blanc für jeden Besucher erlebbar. Gerade diese Vielfältigkeit wird den Nouvel-Tower zu einem Anziehungspunkt für die Wiener und die Besucher dieser Stadt machen. Wenn es uns gleichzeitig gelingt, mit diesem markanten Bauwerk einen emotionalen Brückenschlag zwischen dem ersten und zweiten Bezirk zu schaffen, ist das ein ganz wesentlicher Beitrag zur Entwicklung der Stadt." Highlights des Nouvel-Tower Auch die Gläser der Fassade sind je nach Himmelsrichtung anders gefärbt und geschnitten, zum Donaukanal hin in Grau, nach Osten ein verspiegeltes Weiß, nach Westen Schwarz und nach Norden Transparent mit unterschiedlichen Profilierungen. Durch die verschiedenen Tönungen und Neigungswinkel ändert sich ihre Erscheinung im Tagesablauf je nach Lichteinfall und Stimmungsänderung am Himmel. Auf den gläsernen Dachschrägen stellt der Architekt mit den dicht gedrängten Parallelogrammen und Rauten in Grau, Schwarz und Blau einen Bezug zum Dach des nahe gelegenen Stephansdoms her. Die stringente Bildsprache von Jean Nouvel setzt sich im Inneren des Hauses unverändert fort. In den Zimmern wird die jeweils unterschiedliche farbliche Gestaltung der Fassade unmittelbar fortgesetzt. So sind die südseitigen Zimmer monochrom in Grau gehalten - vom Boden über die Wände und die Decke bis hin zu Waschtisch und Badewanne. Die nordseitigen Zimmer hinter der transparenten Fassade sind hingegen genauso konsequent in Weiß gestaltet. Zur Taborstraße hin wiederum sind die schwarzen Zimmer angesiedelt. Aber nicht nur die Farbgestaltung der Zimmer, auch die gesamte Konzeption und Einrichtung - bis ins letzte Detail - tragen die Handschrift von Jean Nouvel. Weitere besondere Akzente erhält der Bau durch die ungewöhnlichen, von Jean Nouvel beauftragten, Kunstwerke von Pipilotti Rist, Patrick Blanc sowie Alain Bony und Henri Laboile. Weithin sichtbare Akzente setzt die Schweizer Künstlerin Pipilotti Rist mit ihren Lichtdecken samt Videobespielungen einzelner LED-Felder. Sie erstrecken sich auf insgesamt rund 2.000 m2 an der auskragenden Decke beim Hoteleingang und im Foyer, auf der Decke des Wintergartens und der Decke des gesamten Panoramarestaurants im 18. Stock. Die Farbigkeit der Werke von Rist bildet dabei einen spannenden Kontrast zu den vorherrschenden Nicht-Farben Schwarz, Weiß, Grau und verspiegelt. Die Natur findet durch die 600 m2 große "Grüne Wand" von Patrick Blanc Einzug in den Nouvel-Tower. Blanc hat damit einen 5 Stockwerke hohen vertikalen Garten geschaffen, der auf einer Stahlkonstruktion vor der benachbarten Feuerwand wächst und gedeiht. Die rund 20.000 Pflanzen wurden dabei in kleine Erdtaschen aus Wurzelflies eingebettet und werden automatisch mit Brunnenwasser bewässert. Die einzelnen Pflanzensorten wachsen dabei nicht wild durcheinander, vielmehr sind sie in diagonalen Linien gruppiert. Die künstlerischen Wandgestaltungen von Alain Bony und Henri Laboile machen jedes der 182 Hotelzimmer und Suiten einzigartig und wirken der sonst üblichen Uniformität von Hotelzimmern entgegen. In Zusammenarbeit mit Künstlern der Universität für angewandte Kunst wurden die zurückhaltenden wie überraschenden künstlerischen Interventionen der beiden Franzosen in Handarbeit mit Bleistift, Spraydose und Farbe umgesetzt. Dadurch wurde jedes einzelne der grauen, weißen und schwarzen Zimmer zu einem Unikat. Das Projekt als Gesamtes - die außergewöhnliche Architektur, die unvergleichlichen Lichtdecken und die "Grüne Wand" in Kombination mit dem kulinarischen Angebot und einem für Wien völlig neuartigen Einkaufserlebnis samt einzigartigem Hotel - ist für die Stadt eine Bereicherung. Der Wettbewerb Im Herbst 2004 wurde gemeinsam mit der Stadt Wien ein geladener zweistufiger Wettbewerb unter 13 ArchitektInnen aus dem In- und Ausland ausgeschrieben. Eine wesentliche Vorgabe für die Teilnehmer - unter ihnen vier Pritzker Preisträger - war, dass in enger Kooperation mit der Stadt Wien und Vertretern der Leopoldstadt eine optimale Einbindung des zu errichtenden Gebäudes in den zweiten Bezirk sowie die Anbindung an die Innenstadt gefördert werden sollte. Ende Juni 2005 wurde Jean Nouvels Entwurf von der internationalen Jury unter dem Vorsitz von Arch. Dipl.-Ing. Franz Eberhard (Städtebaurat der Stadt Zürich) mehrheitlich zum Sieger gekürt. Der Bau Am spektakulärsten war während der Bauphase die Hebung des 1.600 Tonnen schweren zwei-geschossigen Stahlfachwerks auf 30 Meter Höhe im Februar 2009. Die Konstruktion verbindet den Betonkern des Hauses mit zwei schrägen Stahlpylonen, trägt die darüber liegenden zehn Stockwerke und ermöglicht den sensationellen Blick vom Straßenniveau aus auf die von Pipilotti Rist gestalteten Lichtdecke im "Wintergarten". Für den Betrachter ergibt sich durch diese für Österreich bis dato einmalige Konstruktions- und Bauleistung der Eindruck eines schwebenden Turms. Aber auch darüber hinaus wurde das Team sowohl bei der Planung als auch bei der Umsetzung mit einer Reihe von außergewöhnlichen Herausforderungen in technischer, statischer und bauphysikalischer Hinsicht konfrontiert. Nachhaltigkeit als ökonomisch-ökologisches Konzept - mehr als eine grüne Wand Allein bei den haustechnischen Anlagen wurden rund 2,6 Mio. Euro in energiesparende Maßnahmen investiert. Die energieeffizienz wurde nicht außer Acht gelassen, so wurde alles erdenkliche getan, um den Kühl- und Wärmebedarf, den Stromverbrauch und den CO2-Abdruck des Bauwerks auf ein Minimum zu reduzieren. Erdspeicher von 75.000 Kubikmetern und 77 Kilometer Absorberschläuche unterstützen im Sommer die Kühlung und im Winter die Beheizung. So werden im Winter mehr als ein Drittel des Heizbedarfs abgedeckt und im Sommer gar fast 60% der Kühlung. Durch 320 über das ganze Haus verteilte und untereinander verbundene Kleinwärmepumpen wird zusätzlich die Nord-Süd-Ausrichtung des Hauses genutzt und im Sommer und Herbst der unterschiedliche Heiz-Kühlbedarf ausgeglichen. Auf dem Dach befindet sich eine 216 m2 große Solaranlage, die im Sommer den gesamte Warmwasserbedarf des Hotels abgedeckt. Einen gänzlich neuen Weg ist man bei der Kühlung der in Summe 900m2 großen Schrägdächer in der Taborstraße und der Großen Mohrengasse gegangen. Ab einer Außentemperatur von 26 Grad Celsius werden die Flächen mit einem Sprühregen benetzt, dessen Verdunstungskälte für eine Reduktion der Kühllast um 10% sorgt. Gespeist wird die Anlage durch einen eigenen Brunnen. Viele der verwendeten Techniken wie die Kühlung der Dachschrägen durch Brunnenwasser, fanden erstmals in Österreich Anwendung. Le LOFT - architektonischer und kulinarischer Höhepunkt Für das gastronomische Konzept im Le LOFT konnte mit Antoine Westermann ein internationaler Spitzengastronom gewonnen werden, der für seine Küche im berühmten Straßburger "Buerehiesel" u.a. drei Sterne von Michelin erhalten hat. Aktuell betreut der Elsässer neben seinen beiden Pariser Lokalen "Drouant" und "Mon vieil ami" auch Restaurants in Washington, Luxemburg sowie Portugal und nun auch in Wien. Umgesetzt wird das von Westermann eigens für Le LOFT erstellte kulinarische Konzept von Raphael Dworak, der bei Westermann seine Ausbildung genossen hat und schon seit Jahren mit ihm zusammenarbeitet. Die Partner Sofitel und stilwerk Auf Straßenniveau und in den ersten drei Stockwerken des Nouvel Baus entstand aus rund 30 inhabergeführten Geschäften unter der Dachmarke von stilwerk eine exklusive Plattform für Einrichtung, Design und lifestyle, die sich von konventionellen Shopping-Zentren deutlich abhebt. Im "stilwerk Wien" werden - wie den anderen Standorten in Hamburg, Berlin und Düsseldorf - hochwertiger Einrichtungsbedarf, Designprodukte und lifestyle-Accessoires internationaler renommierter Marken und lokaler Anbieter auf 6.000 m^2 unter einem Dach präsentiert. Als Betreiber des 5-Sterne-Hotels mit 182 Zimmern und Suiten, Spa- und Wellnessbereich sowie einem Conference Center konnte der europäische Marktführer ACCOR gewonnen werden. Das Haus wird von der französischen Unternehmensgruppe unter der Topmarke Sofitel geführt. Die gesamte Innenausstattung des "Sofitel Vienna Stephansdom" wurde, wie das Gebäude selbst, von Jean Nouvel designt. (Ende)
Aussender: UNIQA Versicherungen AG |
| Zuletzt aktualisiert am Montag, den 13. Dezember 2010 um 11:00 Uhr |
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Stuttgart (pts001/04.05.2012/05:00) - Zum Geburtstag des Universalgenies Leonardo da Vinci am 15. April wurde invauc.de gegründet. Das Internetportal ermöglicht Genies der Gegenwart eine Finanzierung oder Förderung ihrer Ideen. Investoren bietet invauc.de eine Beteiligung an Crowd-Funding-Auktionen ab 200 Euro.
Weiterlesen...Wien (pts023/19.03.2012/17:00) - Das Brandrisiko stellt nach wie vor die größte Herausforderung für die Risikovermeidung bei Straßen- und Bahntunnels dar. Die Vermeidung dieses Risikos mit bekannten technischen Einrichtungen bedingt jedoch sehr hohe Investitionen. Noch vor kurzer Zeit hat der Rechnungshof die hohen Ausgaben für die Sanierung von vier Tunnels in der Höhe von Eur 65 Millionen kritisiert, und zurecht, denn es gibt bereits eine Lösung mit der das gleiche Ergebnis zu einem Sechstel dieses Betrages erreichbar ist.
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